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Pressemitteilungen

Pressemitteilung des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern vom 25.04.2014

175 Jahre Justizvollzugsanstalt Bützow: Vom

berüchtigten zum modernsten Gefängnis

Am 25. April 1839 wurde das „Zuchthaus Dreibergen“

in Bützow eröffnet. Justizministerin Uta-Maria Kuder:

„Bis Ende 2015 Erneuerung bei laufendem Betrieb“

 

Heute vor 175 Jahren ist das „Zuchthaus Dreibergen“ in

Bützow offiziell eröffnet worden. Vier Jahre zuvor hatten 60

Gefangene aus der Festung Dömitz mit den ersten

Arbeiten für die Anstalt begonnen. Im Jahr 1839 waren in

Bützow zunächst 250 Menschen inhaftiert. Heute sind es

rund 500 Insassen. Und es wird in der JVA Bützow wieder

gebaut, allerdings ohne Mithilfe von Straftätern.

Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Bis Ende 2015 wird die

Justizvollzugsanstalt die modernste JVA in Mecklenburg-

Vorpommern. Die teils denkmalgeschützte Anlage muss

grundinstandgesetzt werden. Das ist eine Herausforderung

bei laufendem Betrieb für Bedienstete und Insassen.“ Nach

den rund 11 Mio. Euro für die Sicherungsverwahrung

werden weitere 27 Mio. Euro verbaut. Die Anstaltsmauer

wurde bereits erneuert. Die Hafthäuser A und B sowie das

Sterngebäude mit insgesamt 165 Plätzen werden saniert.

Es entsteht zudem ein neues Hafthaus mit 140 Plätzen.

Geplant sind auch neue Werkhallen. JVA-Leiter Dr. Jörg-

Uwe Schäfer: „Wir arbeiten sehr gut mit dem Betrieb für

Bau und Liegenschaften zusammen und sind im Zeitplan.“

Die JVA Bützow hat eine wechselvolle Geschichte hinter

sich mit zwei Weltkriegen sowie zwei Diktaturen. Die Nazis

vollstreckten in alten Kellergewölben Todesurteile. Die

Sowjets hielten hier Menschen gefangen, die zwangsweise

zurück in ihre Heimat abgeschoben werden sollten. Zu

DDR-Zeiten galt Bützow als gefürchtetes „B“-Gefängnis

neben Brandenburg/Havel und Bautzen. Jährlich treffen

sich die politischen Häftlinge noch heute in Bützow, um an

die Schrecken ihrer Inhaftierung zu DDR-Zeiten zu

erinnern. Heute ist die JVA Bützow deutschlandweit

beachtet durch das Resozialisierungsprojekt für inhaftierte

Väter „Papa ist auf Montage“ und auch durch den Neubau

der Sicherungsverwahrung.

 

Pressemeldung des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern vom 26.05.2013

Ein Jahr Modellprojekt in JVA: 30 Väter dürfen engen Kontakt zu ihren Familien halten

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) lobte das Projekt "Papa ist auf Montage" zum ersten Jahrestag: "Das Engagement der JVA Bützow ist erfolgreich"

Nr. 36/13 - 26.05.2013 - JM - Justizministerium

"Mit dem Start des Modellprojekts "Papa ist auf Montage" ist die Justizvollzugsanstalt Bützow am 31. Mai 2012 neue Wege im Strafvollzug gegangen. 20 inhaftierte Männer mit ihren Kindern und Kindesmüttern nahmen seitdem teil. Vor wenigen Tagen startete ein neuer Kurs mit weiteren zehn Männern und ihren Familien", so Justizministerin Kuder.

Die Kurse beinhalten Seminare und ein Vätertraining. So lernt der Gefangene sein Kind verstehen und stärkt seine Erziehungskompetenz. Zusätzliche Besuchszeiten in einem separaten Raum in der JVA gehören dazu. Es ist eine gute Sache, im Strafvollzug den Blick auf die Verantwortung, die sie nach der Haftentlassung für das Kind wieder wahrnehmen sollen, zu behalten", sagte die Ministerin.

Sie hob auch die Wichtigkeit des Projektes für die Kinder hervor, die oft gar nichts von der kriminellen Vorgeschichte des eigenen Vaters wissen. "Für Kinder bis zu zehn Jahren ist das Fernbleiben des Vaters oft besonders traumatisch. Beide Seiten sollten sich auch nicht voneinander entfremden. Wenn jedoch die Resozialisierung schon in der JVA beginnt, kann sich der inhaftierte Vater auf seine künftige Rolle nachhaltig vorbereiten. Parallel werden die betroffenen Mütter ebenfalls von der JVA unterstützt."

In dem ersten Jahr haben sich bereits mehrere Anstalten für "Papa ist auf Montage" interessiert. "Das zeigt, dass wir in Bützow mit dem familienfreundlichen Vollzug weit vorn sind. Ich danke der JVA für ihr Engagement und wünsche weiterhin viel Erfolg", sagte Justizministerin Kuder.

Das Projekt mit seinen Partnern ist jetzt auch online: www.papa-ist-auf-montage.de.

Quelle: http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/jm/_Service/Presse/Aktuelle_Pressemitteilungen/index.jsp?&pid=49778

 

Pressemitteilung des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommern vom 28.05.2012

Justizvollzugsanstalt Bützow stellt Modellprojekt „Papa ist auf Montage“ vor!

Terminhinweis für alle Medienvertreterinnen und Medienvertreter für Donnerstag, den 31. Mai 2012, 13:30 Uhr

Mit dem Modellprojekt „Papa ist auf Montage“ will die Justizvollzugsanstalt Bützow neue Wege im Strafvollzug

gehen. Mehr als 20.000 Familien in Deutschland fehlt ein Elternteil, weil die Mutter oder der Vater im Gefängnis sitzt. Besonders traumatisch ist das für die Kinder: Sie werden häufig über den Verbleib des abwesenden Familienmitglieds belogen, viele entwickeln psychische Auffälligkeiten. Betreuungsangebote gibt es bislang kaum.

Das Modellprojekt „Papa ist auf Montage“ hat das Ziel, die Erziehungskompetenzen der Gefangenen zu stärken und gleichzeitig die Familien draußen zu unterstützen. Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) begrüßt das

Modellprojekt der Justizvollzugsanstalt Bützow. Sie wird auf der Eröffnungsveranstaltung, bei der auch der „Tatort“- Schauspieler und Gefängnisarzt Joe Bausch anwesend sein wird, ein Grußwort halten. Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich zu der Veranstaltung in der Justizvollzugsanstalt Bützow eingeladen. Es besteht die Möglichkeit zu Film- und Fotoaufnahmen.  

Die Identität der Häftlinge muss jedoch zum Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte und aus Gründen der Fürsorge anonym bleiben. Das gilt auch für die Erkennbarkeit auf Bildaufnahmen und die Nennung in journalistischen Beiträgen. Um Anmeldung unter der Telefonnummer (038461) 55212 wird gebeten. Ort: Justizvollzugsanstalt Bützow, Kühlungsborner Straße 29a, 18246 Bützow Beginn: 13:30 Uhr (Einlass bis 13:20 Uhr)

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